Kirche St. Lambert

Kirche St. Lambert
Erstmals1314 urkundlich erwähnt, ist sie, da in romanischer Bauart begonnen, viel älter.
Mit dem sechseckigen, gänzlich von Steinplatten eingehüllten Dachreiter an der Westseite und dem gleichfalls steingedeckten Dach, gleicht sie einem gepanzerten Ritter mit herabgelassenen Visier, ein Spiegelbild der Menschen in der Entstehungszeit.
Die Kirche ist 10,1 m lang, 5,1 m breit, hat eine geschlossene Vorhalle (dat. 1635) mit zwei rundbogigen Portalen (das westliche kürzlich zugemauert). Das Langhaus mit einer erneuerten hölzernen bemalten Flachdecke und einer Holzempore. Das Portal mit geradem Sturz und Lunettenfeld. Zum tonnengewölbten quadratischen Chor führt ein rundbogoger Triumphbogen mit Kämpfern. An der Südseite rundbogige Fenster.
Zur Einrichtung gehören: der Hauptaltar mit dem Altarblatt Hl. Lambrecht und Hl. Martin von 1703 (renoviert 1877), zwei Seitenaltäre aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts, linkes Altarblatt Hl. Agathe und Hl. Ursula, rechtes Altarblatt Hl. Antonius, der Einsiedler ("Sautone"), einige volkstümliche Statuetten, Votivbilder, ein Marienbild aus dem 18 Jahrhundert; ein schönes altes, aus der Haimburger Kirche stammendes, Kirchengestühl; Glocken aus dem 13. jahrhundert und von 1589, letztere von Sebastian Wulich.
Die Steinplatten des Kirchendaches wurden in alter Zeit in unmittelbarer Nähe der Kirche aus dem Schiefergestein gebrochen.
Über die Entstehung der Kirche haben sich lokale Sagen gebildet, wonach die Fuhrwerke, beladen mit Baumaterial für die Grafenbacher Kirche, and dieser Stelle nicht weiter wollten. Daher beschloss man, an Ort und Stelle eine kleine Kirche zu errichten.