Brauchtumsfeuer - Aufgepasst!

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Wann und wie sind Brauchtumsfeuer zu beantragen? Was gilt im bebauten Gebiet?

Brauchtumsfeuer (u.a. Osterfeuer und Fackelschwingen in der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag) sind der Gemeinde spätestens vier Werktage vor dem Abbrennen zu melden und gleichzeitig ist eine verantwortliche Person namhaft zu machen. Brauchtumsfeuer dürfen auch an dem das Brauchtum begründenden vorangehenden und darauffolgenden Wochenende abgebrannt werden. Die Beschickung des Feuers darf ausschließlich mit biogenen Materialien, das sind unbehandelte Materialien pflanzlicher Herkunft, erfolgen. Aus Sicht der Luftreinhaltung sollten Brauchtumsfeuer der Brauchtumspflege dienen und nicht der Entsorgung biogener Materialien.

Im bebauten Gebiet sind zusätzlich die Vorgaben nach der Kärntner Gefahrenpolizei- und Feuerpolizeiordnung - K-GFPO einzuhalten, wonach das Verbrennen hier nur zulässig ist, wenn eine Bewilligung durch den Bürgermeister erteilt wurde. Dabei handelt es sich um einen Bescheid, der nach einem Ortsausgenschein mit dem Gemeindefeuerwehrkommandanten erstellt wird. D h in diesem Fall hat die Antragstellung mindestens 14 Tage vor dem Ereignis schriftlich bei der Gemeinde zu erfolgen! 

Außerhalb des bebauten Gebietes ist ein Verbrennen im Freien dann verboten, wenn Verhältnisse vorherrschen, die ein Ausbreiten des Brandes oder die Entwicklung eines Flugbrandes begünstigen. In diesem Zusammenhang darf auch auf die Berücksichtigung allenfalls erlassener „Waldbrandverordnungen“ nach dem Forstgesetz für den Fall der Trockenheit hingewiesen werden.

Zum Nachlesen: https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=LrK&Gesetzesnummer=20000669